Woher kommt Laserscanning? Teil 3

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TEIL 3: Heutezutage

3D-Laserscanning als Alltagswerkzeug der digitalen Welt

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Woher kommt Laser Scanning? Wer hat es erfunden?
Wie wurde Laser Scanning in den vergangenen Jahrzehnten bis zum heutigen Tag eingesetzt? 

Unsere Reihe „The origins of laser scanning“ geht diesen Fragen auf den Grund und liefert Antworten zu dieser spannenden Technologie, die inzwischen kaum noch aus unserem Alltag wegzudenken ist.

Technologische Reife ab 2005

Ab Mitte der 2000er kommen Scanner mit integrierten Kompensatoren auf den Markt. Diese gleichen Neigungen automatisch aus und erhöhen die Messgenauigkeit deutlich. Vorreiter sind Hersteller wie Leica Geosystems und Trimble.

Vom Spezialgerät zum Standardwerkzeug

Heute ist 3D-Laserscanning fester Bestandteil im Bauwesen, in der Industrie und in der Denkmalpflege. Mit stationären, mobilen oder Drohnen-basierten Systemen lassen sich Gebäude, Anlagen und ganze Städte dreidimensional erfassen.

BIM und digitale Workflows

Die erfassten Punktwolken fließen direkt in CAD- und BIM-Systeme ein. Häufig übernehmen KI-gestützte Verfahren die automatische Modellgenerierung und Analyse. Das spart Zeit und reduziert Fehler.

BIM – Building Information Modeling

BIM ist eine Arbeitsmethode, bei der alle relevanten Gebäudedaten digital erfasst, kombiniert und vernetzt werden. Laserscanning liefert die präzisen Geometriedaten, die als Grundlage für die digitale Planung dienen.

Vielfältige Anwendungen

  • Architektur & Bestandserfassung
  • Reverse Engineering & Qualitätssicherung
  • Umwelt- und Klimaforschung
    (z. B. Gletscherbeobachtung, Küstenveränderungen)
  • Sicherheits- und Überwachungstechnik
  • Verkehrs- und Stadtplanung

Software als Schlüssel

Rohdaten allein bringen keinen Mehrwert – erst mit spezialisierter Software wie PointCab Origins lassen sich aus Millionen Punkten verständliche, verwertbare Ergebnisse erzeugen. Die Software ist kompatibel mit allen gängigen CAD- und BIM-Systemen und übersetzt komplexe Daten in greifbare Informationen.

Wussten Sie, dass…?

… moderne LiDAR-Systeme heute bis zu 2 Millionen Messpunkte pro Sekunde erfassen – und dabei Details wie einzelne Blätter an einem Baum oder Kabel in einer Industrieanlage erkennen können?

Das war der letzte Teil dieser Reihe

Neugierig auf mehr? Wir veröffentlichen regelmäßig Artikel in unserem Blog. Dranbleiben lohnt sich.

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Woher kommt Laserscanning? Teil 2

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TEIL 2: Vom LABOR IN DEN ALLTAG

LiDAR erobert Industrie & Forschung

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Woher kommt Laser Scanning? Wer hat es erfunden?
Wie wurde Laser Scanning in den vergangenen Jahrzehnten bis zum heutigen Tag eingesetzt? 

Unsere Reihe „The origins of laser scanning“ geht diesen Fragen auf den Grund und liefert Antworten zu dieser spannenden Technologie, die inzwischen kaum noch aus unserem Alltag wegzudenken ist.

Von der Forschung in die Anwendung

Parallel zur militärischen und wissenschaftlichen Nutzung entstehen in den 1970ern erste industrielle Systeme. Die italienische Firma DEA entwickelte beispielsweise ein 3-Achsen-Koordinatenmessgerät, das neue Standards bei der physischen Objektvermessung setzt.

1972 nutzen Studierende der Universität Utah diese Technologie, um mithilfe eines Algorithmus erstmals ein Auto – einen VW Käfer – digital zu vermessen.

Punktwolke – das digitale Abbild der Realität

Eine Punktwolke ist eine Sammlung von Millionen einzelner Messpunkte im Raum. Jeder Punkt hat eine genaue Position (x, y, z) und oft zusätzliche Informationen wie Farbe oder Intensität. Zusammen ergeben sie ein präzises 3D-Modell der erfassten Szene.

Neue Anwendungsfelder in den 1980ern

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1984 wird der erste streifenbasierte Laserscanner entwickelt, um ein 3D-Bild des menschlichen Kopfes zu erstellen. Diese Technik dient vor allem der Animation und ist ein Vorläufer moderner 3D-Scanning-Verfahren in Film, Medizin und Gaming.

Die 1990er: Der Markt öffnet sich

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1992 bringt Trimble (damals Mensi) die S-Serie auf den Markt – 3D-Laserscanner für industrielle Anwendungen. 1993 folgen die ersten kommerziell frei nutzbaren Scanner.

Der tragbare Durchbruch

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1996 entwickelt Cyra Technologies den Cyrax, den ersten tragbaren 3D-Laserscanner speziell für Architekten, Ingenieure und Geodäten. Wenige Jahre später übernimmt Leica Geosystems das Unternehmen und etabliert sich als einer der führenden Hersteller.

Wussten Sie, dass…?

… der erste tragbare 3D-Laserscanner (Cyrax, 1996) so groß wie ein Reisekoffer war – und trotzdem in vielen Vermessungsprojekten ganze Teams ersetzte?

So geht's weiter:

Im nächsten Teil unserer Serie geht es um 3D-Laserscanning als Alltagswerkzeug in der digitalen Welt der 2000er bis heute.

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Woher kommt Laserscanning?

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TEIL 1: Geburt einer technologie

VON LASERBLITZEN ZU PUNKTWOLKEN

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Woher kommt Laser Scanning? Wer hat es erfunden?
Wie wurde Laser Scanning in den vergangenen Jahrzehnten bis zum heutigen Tag eingesetzt? 

Unsere Reihe „The origins of laser scanning“ geht diesen Fragen auf den Grund und liefert Antworten zu dieser spannenden Technologie, die inzwischen kaum noch aus unserem Alltag wegzudenken ist.

Ein Laser, ein Flug zum Mond – und der Start einer Revolution in der Vermessungstechnik

1960 entwickelt der US-Physiker Theodore Maiman bei den Hughes Research Laboratories den ersten funktionierenden Laser. Er basiert auf einem Rubin-Kristall und markiert den Startpunkt für eine neue Ära der Mess- und Sensortechnik.

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Theodore Maiman erfand den Laser, weil er das Prinzip des Masers auf Licht statt Mikrowellen übertragen wollte. Trotz anfänglicher Ablehnung durch seine Vorgesetzten setzte er die Forschung unter Androhung seiner Kündigung aus eigenem Antrieb fort. Praktische Anwendungen waren zunächst unklar – Maiman selbst nannte den Laser „eine Lösung, die ein Problem sucht“.

Am 16. Mai 1960 bauten Theodore Maiman und Charles Asawa somit den ersten funktionierenden Rubinlaser. Trotz der anfänglichen Ablehnung erhielt Maiman ein begrenztes Budget und veröffentlichte seine Ergebnisse im August 1960 in der Fachzeitschrift Nature. Die Erfindung verbreitete sich schnell, doch sein Arbeitgeber blieb skeptisch. 1962 gründete Maiman daher die Korad Corporation; das US-Patent folgte 1967.

Fun Fact:

Der „Vater des Lasers“ Theodore Maiman erhielt nie den Nobelpreis – doch im Jahr 2000 nutzte man seine eigene Erfindung, um ihn in München per Laser zu operieren.

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Schon ein Jahr nach Maimans Entwicklung des Lasers baute die Hughes Aircraft Company den ersten LiDAR-Prototypen (Light Detection and Ranging).
Das Prinzip: Kurze Laserpulse werden ausgesendet, treffen auf ein Ziel und reflektieren zurück. Aus der Zeit, die das Licht für Hin- und Rückweg benötigt, lässt sich die Entfernung berechnen.

Was ist LiDAR?

LiDAR steht für Light Detection and Ranging. Dabei sendet ein Gerät Laserimpulse aus und misst die Zeit, bis das Licht vom Ziel reflektiert wird. So lassen sich Entfernungen und Strukturen präzise bestimmen – oft mit einer Genauigkeit im Millimeterbereich.

Militärische Anfänge

Bereits in den 1950er-Jahren experimentiert das US-Militär mit optischen Messgeräten – eine frühe Vorstufe heutiger LiDAR-Systeme. In den 1960er-Jahren dient LiDAR zunächst der militärischen Geländekartierung und Aufklärung.

Apollo 15 – LiDAR im All

1971 erlebt LiDAR seinen internationalen Durchbruch: Die NASA nutzt die Technologie auf der Apollo-15-Mission, um die Oberfläche des Mondes zu kartieren. Mit einem flashlamp-gepumpten Rubinlaser werden tausende Messungen der Mondtopographie aus der Umlaufbahn durchgeführt.

Langsame Entwicklung bis in die 1980er

Der Einsatz in der Luft- und Raumfahrt wächst in den 1970ern, etwa zur topografischen Kartierung von Landschaften, Eisflächen, Ozeanen und Atmosphäre. Erst mit der Verfügbarkeit von kommerziellen GPS-Systemen und verbesserter Satellitenkommunikation in den 1980er-Jahren wird LiDAR für präzisere und effizientere Messungen aus der Luft praxistauglich.

Wussten Sie, dass…?

… die Apollo-15-Mission 1971 LiDAR nutzte, um die Mondoberfläche aus der Umlaufbahn zu vermessen? Damit war LiDAR das erste Laser-Messverfahren im Weltraum.

So geht's weiter:

Im nächsten Teil unserer Serie geht es um den Übergang von der Forschung zum praktischen Einsatz der LiDAR Technologien in den Jahrzehnten bis Ende der 90er Jahre.

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World Nature Conservation Day – Wie Laserscanning zu einer nachhaltigeren Zukunft beiträgt

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Die AEC (Architecture, Engineering, & Construction) Brache ist der Treiber unserer baulichen Umwelt. In der Artikelreihe “The AEC Impact” befassen wir uns mit den vielfältigen Arten, auf welche diese Branche dazu beiträgt unsere Gesellschaft, unser Zusammenleben, unsere Umwelt und unseren Wohlstand zu verbessern.

Wie Laserscanning den Naturschutz unterstützt

Vom entlegenen Regenwald bis zum städtischen Grün hilft  Laserscanning-Technologie Forschern und Organisationen auf ganz unterschiedliche Weise:

  • Überwachung von Waldgesundheit und Entwaldung
    → Hochauflösende Scans erkennen subtile Veränderungen in der Vegetation im Zeitverlauf.

  • Digitale Zwillinge von Naturdenkmälern
    → Diese helfen, empfindliche Ökosysteme zu bewahren und unterstützen Wiederherstellungsmaßnahmen nach Naturkatastrophen.

  • Dokumentation von Erosion und Wasserstände an Flüssen und Küsten
    → Präzise 3D-Modelle ermöglichen eine realistische Risikoabschätzung und gezielte Gegenmaßnahmen.

  • Höhlen, Felsen und sensible Lebensräume kontaktlos erfassen
    → Nicht-invasives Scanning schützt Gebiete, in denen menschliches Betreten Schaden anrichten könnte.

  • Bestandsgebäude ressourcenschonend sanieren
    → Die Erfassung vorhandener Gebäude unterstützt eine energieeffiziente Sanierung und spart kostbare Ressourcen, die beim Neubau anfallen würden.

Praxisbeispiel: Schutz der Dünenlandschaft auf Vlieland, Niederlande

In den Küstendünen von Vlieland, einer Insel im niederländischen Wattenmeer, kombinierten Forschende LiDAR-Scans mit Luftbildern, um die Ausbreitung invasiver Sträucher wie Prunus serotina und Rosa rugosa zu kartieren. Diese Arten bedrohen die heimische Artenvielfalt der Dünen. Eine händische Erfassung wäre dabei  zu aufwendig und ungenau.

Durch die Integration von LiDAR-basierten Höheninformationen konnten die Forscher die Erkennungsrate um über 10 % steigern. Das ermöglichte gezieltere Maßnahmen bei geringerem Eingriff in die Umgebung.

„Der Einsatz von LiDAR hat die Klassifizierung der Strauchbedeckung erheblich verbessert – insbesondere bei der Erkennung dichterer Bestände.“
— Van Iersel et al., Remote Sensing in Ecology and Conservation (2020)
🔗 Vollständige Studie (Open Access)

Praxisbeispiel: Scottish National Portrait Gallery

In der Scottish National Portrait Gallery in Edinburgh wurde das gesamte historische Gebäude mittels 3D-Laserscanning in hoher Detailgenauigkeit erfasst. Anschließend wurde ein BIM-Modell erstellt, das half, die Renovierung zu planen, ohne originale Bauelemente zu beschädigen. Die Daten ermöglichten außerdem eine detaillierte Analyse von Wärmebrücken, baulichen Zuständen und der räumlichen Koordination neuer Systeme. Dies resultierte in:

  • Verbesserte Dämmung und Luftdichtheit, ohne denkmalgeschützte Elemente zu beeinträchtigen
  • Integration energieeffizienter Beleuchtungs- und HLK-Systeme
  • 14 % Reduktion der jährlichen CO₂-Emissionen – ein Beitrag zu besserer Gesamtenergieeffizienz bei gleichzeitiger Wahrung der historischen Substanz

Das Laserscanning war entscheidend, um Denkmalschutz und moderne Energiestandards in Einklang zu bringen.

 🔗Mehr zum Projekt  hier oder hier

Ein Dank an die Menschen hinter den Scans

Diese Erfolge wären ohne die Arbeit engagierter Vermessungsprofis, Ökologinnen, Ingenieuren, Architekten und Technikerinnen nicht möglich. Sie sorgen mit ihrem Fachwissen dafür, dass Technologie nicht Selbstzweck ist, sondern Mensch und Natur gleichermaßen dient.

Zum World Nature Conservation Day möchten wir ihnen für ihren leisen, aber bedeutenden Beitrag danken.

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The AEC Impact – Wertbevölkerungstag

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THE AEC IMPACT

WELTBEVÖLKERUNGSTAG

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Die AEC (Architecture, Engineering, & Construction) Brache ist der Treiber unserer baulichen Umwelt. In der Artikelreihe “The AEC Impact” befassen wir uns mit den vielfältigen Arten, auf welche diese Branche dazu beiträgt unsere Gesellschaft, unser Zusammenleben, unsere Umwelt und unseren Wohlstand zu verbessern.

WELTBEVÖLKERUNGSTAG - hintergrund

Der Weltbevölkerungstag wird am 11. Juli begangen und soll auf die dringenden Probleme im Zusammenhang mit der wachsenden Weltbevölkerung aufmerksam machen. 1989 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, betont der Tag die Bedeutung von Bevölkerungsschwankungen und deren Auswirkungen auf Entwicklung, Umwelt und globale Gesundheit. Da die Weltbevölkerung weiter wächst und derzeit über 7,9 Milliarden Menschen zählt, werden die Herausforderungen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit, Stadtplanung und Ressourcenmanagement immer drängender. Vermesser, Ingeniere und Architekten spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung dieser Probleme, indem sie fortschrittliche Technologien wie Laserscanning und Digital Twins nutzen, um nachhaltige und effiziente Lösungen zu entwickeln.

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WELTBEVÖLKERUNGSTAG - ziele

Der Weltbevölkerungstag soll auf die dringenden Probleme aufmerksam machen, die sich aus dem Bevölkerungswachstum ergeben, darunter unter anderem:

  • Nachhaltige Entwicklung: Der Versuch wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu ermöglichen und gleichzeitig die Ressourcen für zukünftige Generationen zu bewahren.

  • Urbanisierung: Bessere Steuerung der schnellen Ausdehnung von Städten, um Wohnraum angemessen bereitzustellen und grundlegende Dienstleistungen zu gewährleisten.

  • Gesundheitsversorgung: Bewältigung der Bedürfnisse wachsender Bevölkerungen, insbesondere in Entwicklungsländern, um den Zugang zur Gesundheitsversorgung sicherzustellen und Krankheiten zu bekämpfen.

  • Umweltauswirkungen: Minderung der negativen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt, Förderung des Naturschutzes und Bekämpfung des Klimawandels.

  • Ressourcenverteilung: Ressourcen wie Wasser, Nahrung und Energie sollen gerecht und nachhaltig verteilt werden.

Wie die AEC-Branche mithilfe von Laserscanning Ihren Beitrag leistet

Vermesser, Ingenieure und Architekten stehen an vorderster Front bei der Bewältigung der Herausforderungen, die der Weltbevölkerungstag aufzeigt. Ihr Fachwissen in der Planung, Gestaltung und Verwaltung der bebauten Umwelt ist entscheidend für die Entwickung nachhaltiger und lebenswerter Städte. So setzten Sie Ihre Expertise und Technologien ein, um die Ziele des Weltbevölkerungstags zu erreichen:

  • Stadtplanung: Durch die Bereitstellung genauer und umfassender Daten über die bestehende städtische Umgebung hilft das Laserscanning Planern dabei, effizientere und nachhaltigere Städte zu entwerfen.

  • Infrastrukturausbau: Vermessungsingenieure können das Laserscanning nutzen, um den Zustand der Infrastruktur zu bewerten. So kann sichergestellt werden, dass neue Entwicklungen nahtlos in bestehende Strukturen integriert werden.
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  • Denkmalschutz: Durch eine präzise und digitale Dokumentation können historische Stätten besser erhalten und dadurch das kulturellen Erbe bewahrt werden.

  • Umweltauswirkungen analysieren: Detaillierte 3D-Modelle helfen bei der Bewertung der Umweltauswirkungen neuer Projekte und unterstützen das Erstellen von Entwürfen, die den ökologischen Fußabdruck minimieren.

  • Ressourcenmanagement: Eine genaue Modellierung von Ressourcen wie z.B. Wasservorkommen und Vegetation hilft bei der Planung ihrer nachhaltigen Nutzung und Verwaltung.

Fallstudien und Praxisbeispiele

Smart Cities:
In Städten wie Singapur und Barcelona werden Laserscanning und Punktwolkenverarbeitung zur Erstellung digitaler Zwillinge genutzt – virtuelle Replikate physischer Räume. Diese digitalen Zwillinge helfen bei der Überwachung städtischer Umgebungen, der Optimierung des Energieverbrauchs und der Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen.

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Katastrophenmanagement:
In erdbebengefährdeten Gebieten wie z.B. Japan wird das Laserscanning verwendet, um strukturelle Schäden schnell und genau zu bewerten, was eine rasche Reaktion und Wiederaufbaumaßnahmen ermöglicht.

Nachhaltige Gebäude:
Grüne Bauprojekte, wie das Bullitt Center in Seattle, nutzen diese Technologien, um Gebäude zu entwerfen, die energieeffizient und umweltfreundlich sind und neue Maßstäbe für nachhaltige Architektur setzen.

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Fazit

Der Weltbevölkerungstag erinnert an die Herausforderungen, die sich aus einer wachsenden Weltbevölkerung ergeben. Vermessungsingenieure und Architekten, ausgestattet mit fortschrittlichen Technologien wie dem Laserscanning, spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung dieser Herausforderungen. Durch die Schaffung nachhaltiger, effizienter und widerstandsfähiger Umgebungen tragen sie erheblich dazu bei, eine bessere Zukunft für alle zu gewährleisten. Während wir den Weltbevölkerungstag begehen, ist es wichtig, die innovativen Lösungen dieser Fachleute anzuerkennen und zu unterstützen, um den komplexen Herausforderungen des Bevölkerungswachstums und der Stadtentwicklung zu begegnen.

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Global Surveyors Day

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GLOBAL SURVEYORS DAY

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Der 21. März ist Tag der Vermessung bzw. der Vermessungsingenieure oder -techniker.

Ein guter Grund, um sich einmal mehr mit Geschichte und Hintergrund zu beschäftigen!

ZUR GESCHICHTE DER VERMESSUNG

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DIE ANFÄNGE

Die Anfänge der Vermessung lassen sich bis zu den Bauwerken der Pyramiden zurückverfolgen, wo Grundstücksgrenzen mit Hanfseilen und Knoten festgelegt wurden. Griechische Philosophen wie Pythagoras und Aristarch von Samos beschäftigten sich mit der Gestalt der Erde und der Bewegung der Planeten. In der Zeit des Römischen Reiches spielte die Vermessung eine wichtige Rolle bei der Erschließung und Verwaltung der eroberten Gebiete.

Während des Mittelalters wurde die Vermessung vereinfacht und die Geometrie als eine der freien Künste betrachtet. Die Wiederentdeckung antiker Schriften im 15. Jahrhundert, darunter die „Geographia“ des Ptolemaeus, führte zu einem Aufschwung in der Kartografie. Das Zeitalter der Entdeckungen erforderte genauere Karten und Instrumente, was zur Entwicklung neuer Vermessungstechniken führte.

 

NEUZEIT

Im 18. Jahrhundert erlebte das Vermessungswesen einen weiteren Aufschwung. Im Anschluss an die Französischen Revolution gelang die Vermessung und Archivierung aller Grundstücke durch die Einführung des Grundsteuerkatasters. In fast ganz Europa wurde mit der Einführung des metrischen Systems in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Vielfalt an verschiedenen Maßeinheiten beendet.

Heutzutage ermöglichen moderne Technologien wie GPS, das Laserscanning oder die Photogrammetrie unsere Welt umfassend, digital und hochgenau zu vermessen.

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GLOBAL SURVEYORS DAY

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NATIONAL SURVEYORS WEEK DEN USA

Die erste „National Surveyors Week“ wurde am 13. Februar 1984 vom American Congress on Surveying and Mapping (ACSM) ausgerufen. Darüber hinaus unterzeichnete der 40. Präsident der Vereinigten Staaten, Ronald Reagan, eine Proklamation, in der er die Bürger dazu aufrief, die Leistungen professioneller Vermessungsingenieure anzuerkennen. Damit wurde die wichtige Rolle der Landvermesser anerkannt, die maßgeblich zur Besiedelung Nordamerikas beigetragen haben. George Washington, der erste anerkannte Landvermesser, ist wahrscheinlich der berühmteste von ihnen.

Die National Surveyors Week wird jedes Jahr ab dem dritten Sonntag im März begonnen und ist geschichtlich gesehen eines der ersten offiziellen Events, welche die Leistungen von Vermessern regelmäßig feiert.

GLOBAL SURVEYORS DAY

Seit 2018 wird offiziell der „Global Surveyors Day“ gefeiert, der praktischerweise in die schon länger existierende „National Surveyors Week“ fällt. 

Das erste Mal eingeführt und gefeiert wurde der Global Surveyors‘ Day am 21. März 2018, auf der Konferenz über Land und Armut am Hauptsitz der Weltbank in Washington, DC, USA.

Unterstützt wird der Tag von vielen Organisationen, unter anderem dem CLGE, NSPS und FIG.

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TAG DER VERMESSUNG – NICHT IMMER AM SELBEN TAG

Obwohl der „Global Surveyors Day“ 2018 offiziell in Washington DC deklariert und vom Council of European Geodetic Surveyors (GLGE) unterstützt wird, wird z.B. in Deutschland der Tag der Vermessung am oft noch am 05. März anstelle des 21. März begannen. Grund dafür ist, dass der GLGE bereits 2012 den 05. März als Tag der Vermessung ausgerufen hat, den Geburtstag des berühmten Kartographs und Globenhersteller Gerhard Mercator.

Im Iran hingegen fällt der Tag hingegen auf den 04. September – den Geburtstag des iranischen Vermessers und Astrologen Al-Biruni.

Egal an welchem Tag wo in der Welt gefeiert wird, in einem scheinen sich alle einig zu sein: Vermesser und Geodäten leisten einen unglaublich wichtigen Beitrag zum Wohle der Menschheit und verdienen somit unsere Aufmerksamkeit und Anerkennung.

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National Surveyors Week – Hintergrund und wissenswertes

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NATIONAL SURVEYORS WEEK - HINTERGRUND UND WISSENSWERTES

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In den Vereinigten Staaten wird jedes Jahr ab dem dritten Sonntag im März die National Surveyors Week gefeiert. Diese Woche ist den Vermessungsingenieuren gewidmet und soll den Berufsstand ehren und darüber informieren. Die National Surveyors Week wurde ursprünglich in den USA ins Leben gerufen, wird aber mittlerweile in vielen Ländern rund um den Globus gefeiert. In diesem Jahr möchten wir den Anlass würdigen, indem wir Ihnen ein paar Hintergrundinformationen und Wissenswertes vermitteln.

Seit Beginn der Geschichtsschreibung haben Vermessungsingenieure maßgeblich zum Fortschritt der Gesellschaft beigetragen. Der Bau der Großen Pyramide von Gizeh im Jahr 2700 v. Chr. ist eines der frühesten Beispiele in der Geschichte der Landvermessung. Die Vermessung wird auch im Verkehrswesen, in der Kommunikation, bei der Kartierung und bei der Festlegung rechtlicher Grenzen für Landbesitz eingesetzt. Auch viele wissenschaftliche Disziplinen nutzen dieses wichtige Instrument für die Forschung.

Laut dem Bureau of Labor Statistics, gibt es in den Vereinigten Staaten rund 54,800 Vermessungsingenieure. Sie verfügen über Fachkenntnisse

– Geometrie/Trigonometrie,
– Regressionsanalyse
– Physik, Meteorologie
– Ingenieurwesen
– Programmiersprachen
– Recht

Die Grundlagen der Vermessung sind zwar gleich geblieben, die Vermessungsinstrumente sind heute jedoch technologisch viel fortschrittlicher als in der Vergangenheit. Drohnen und Laser haben die Arbeit mit einem Teleskop auf einem Stativ größtenteils ersetzt. Fernerkundung und Satellitenbilder werden immer präziser und erschwinglicher, so dass sie heutzutage immer häufiger eingesetzt werden. Die wohl wichtigste neue Technologie der letzten Jahre ist das dreidimensionale Scannen (3D-Laserscanning).

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Geschichte der National Surveyor Week

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Die erste Nationale Vermessungswoche wurde am 13. Februar 1984 vom American Congress on Surveying and Mapping (ACSM) ausgerufen. Darüber hinaus unterzeichnete der 40. Präsident der Vereinigten Staaten, Ronald Reagan, eine Proklamation des Präsidenten, in der er die Bürger aufforderte, professionelle Vermessungsingenieure und ihre bemerkenswerten Beiträge zu würdigen. Es gibt viele berühmte Landvermesser, die eine wichtige Rolle in der Geschichte der Besiedlung Nordamerikas gespielt haben. George Washington, der erste anerkannte Landvermesser, ist wahrscheinlich der berühmteste von ihnen. 

Aktueller Einsatz von Laserscanning

Heute gibt es zahlreiche Branchen, die das Laserscanning für sich entdeckt haben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Laserscanning ermöglicht es, ein präzises digitales Abbild der Realität zu erstellen – den digitalen Zwilling.  Aus diesem Grund wird PointCab Origins auch in verschiedenen Branchen eingesetzt. Wir haben eine Auswahl von Branchen zusammengestellt, in denen Laserscanning eingesetzt wird. Häufige Anwendungsbereiche sind:

– Architektur
– Denkmalschutz
– Bauen im Bestand (As Built)
– Industrieanlagen
– Vermessung
– Handwerk

 Auf diese Weise wird auch unsere PointCab Origins-Punktwolkensoftware in verschiedenen Bereichen eingesetzt.

Mehr erfahren? Hier gibt es mehr zum Thema:

National Society of Professional Surveyors website:  https://www.nsps.us.com/

Washington as Public Land Surveyor: https://www.loc.gov/collections/george-washington-papers/articles-and-essays/george-washington-survey-and-mapmaker/washington-as-public-land-surveyor/

Initiative zur Nachwuchsgewinnung: https://www.getkidsintosurvey.com/

PointCab Origins Testversion: https://pointcab-software.com/de/punktwolkensoftware/testversion/

 

Lidar-Community trauert um Martin Insenburg

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lIDAR-Community trauert um Martin Isenburg

Martin Isenburg war ein herausragender Softwareentwickler, kluger Kopf und Pionier auf dem Gebiet der Lidar- und topografischen Datenverarbeitung. Als Vater des .las/.laz-Formats hat er dazu beigetragen, den Datenaustausch von Punktwolken weltweit zu vereinfachen und hinterlässt damit ein großes Erbe. Auch seine LAStools wurden gerne und häufig im gesamten LIDAR-Sektor eingesetzt und sein Open-Source-LiDAR-Kompressor LASzip hat sich zum De-facto-Industriestandard für komprimiertes LiDAR entwickelt. 

Martin war immer bereit sich offen mit anderen auszutauschen und ein Förderer und Treiber von neuen Innovationen und Ideen. Auch einzelne Mitglieder unseres Teams haben sich immer wieder mit Martin ausgetauscht und werden die anregenden gemeinsamen Gespräche sehr vermissen.

Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass Martin in der vergangen Woche seinem Kampf mit seiner bipolaren Erkrankung und dem Suizid erlegen ist. Die Welt verliert damit einen großen Vordenker und eine schillernde Persönlichkeit. Wir trauern gemeinsam mit seiner Familie, Freunden und Angehörigen.

Eindringlich appellieren wir an alle, die selbst mit mentalen Erkrankungen zu kämpfen haben, die sozialen Stigmas zu überbrücken und sich an spezielle Hilfsangebote zu wenden.